Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel

Mitten im August feiern wir das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel mit Seele und Leib. Das bedeutet: Der Leib erhält eine große Würde. In unserer Zeit des Klonens, der Kriege und Euthanasie wichtiger denn je. Als Papst Pius XII. vor 67 Jahren diese alte Glaubensüberzeugung als offizielles Dogma verkündete, nahm er damit ungezählte Darstellungen auf mittelalterlichen Bildern auf.

Marienfeste sind optimistische Feste. In ihnen feiern wir unsere Erlösung. Wir drücken auf festliche Weise aus, dass auch wir im Tod nicht ins Bodenlose fallen, sondern in die Arme Gottes hinein sterben. Über 100 Kirchen in unserm Bistum feiern am 15. August ihr Patrozinium. Zahllose Fresken, Deckengemälde, Altarbilder und Statuen in unseren Kirchen stellen die Aufnahme Mariens in den Himmel dar.

Seit dem Ende des 4. Jahrhunderts wurde diese Glaubensaussage mit einem eigenen Fest gewürdigt und später mit einer Kräuterweihe verbunden. Die Legenden erzählen von einem wundervollen Kräuter- und Blumenduft am Grab Mariens. Nach christlichem Verständnis soll die Weihe verdeutlichen, dass Gott uns die Heilkräfte der Natur geschenkt hat, damit wir sie zu unserm Wohl einsetzten.

Der Festtag Mariä Himmelfahrt wird auch Frauentag genannt.