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Diözesane Anweisungen für die Liturgie unter Einhaltung der staatlichen Infektionsvorschriften (Auszug)

Hl. Taufe: Bei einer Taufe gelten dieselben Platz- und Abstandsregeln wie bei der Messe. Die Mitfeiernden sollen während der Taufliturgie auf einem festen Platz bleiben, mit Ausnahme des Täuflings, der Eltern, des Paten/der Patin und ggf. der Geschwister des Täuflings. Der Taufpriester trägt zum Taufritus im engeren Sinne und zu den ausdeutenden Riten Mund-Nase-Bedeckung und Handschuhe.

Die hl. Erstkommunion findet zu einem späteren Zeitpunkt statt, leider nicht mehr in diesem Schuljahr. Ich selbst hätte für uns geplant, den Kindern in vielen Kleinguppen jeden Sonntag im Juni/Juli die hl. Erstkommunion zu reichen, denn dann wäre endlich deutlich geworden, worauf es wirklich ankommt: nur und allein auf den Empfang Jesu Christi im Herzen, das allein ist das größte aller Geschenke. Mehr braucht es nicht. Nicht auf das „Drumherum“, auf das große Essen, Riesenrad, Geschenke und auf die vielen Verwandten, so wichtig das natürlich auch sein mag und irgendwie dazugehört. Aber vor September ist uns offiziell nun nichts mehr erlaubt. Eltern und Kinder haben inzwischen vom Herrn Kaplan jeweils ein kleines Religionsbüchlein erhalten – zum gefälligen Heimstudium.

Hl. Firmung: Alle Firmungen für das Jahr 2020 werden ausgesetzt. Alles Weitere wird für das Jahr 2021 neu geregelt.

Trauung: Für die Trauung im engen Familien- und Freundeskreis gelten dieselben Platz- und Abstandsregeln wie bei der Messe. Dies gilt insbesondere auch für den Vermählungsteil mit Vermählungsspruch. Bei der Bestätigung der Vermählung reichen sich die Brautleute nur die Hände, die Deuteworte bleiben, der Stola-Ritus und die Handauflegung müssen entfallen. Dies alles wäre notwendig für die Gültigkeit dieses Sakramentes, die Kirche aber gibt darauf eine Dispens, solange diese Notzeit anhält, damit ist das Sakrament in diesem Falle immer voll wirksam. Ob eine anschließende Hochzeitsfeier möglich ist, muss das Brautpaar anderweitig unter Beachtung der staatlichen Vorschriften klären.

Beichte: Eine persönliche Beichte muss vorher terminlich vereinbart werden unter Wahrung eines großen Abstandes (mind. 2,5 m) in der Kirche außerhalb des Beichtstuhls. Zur Wahrung des Beichtgeheimnisses darf sich keine weitere Person in der Kirche befinden.

Hl. Krankensalbung und Krankenkommunion: Dazu müssen wir Priester zur Mund-Nase-Bedeckung und Handschuhen nun auch eine komplette Schutzkleidung tragen und ausreichenden Abstand wahren. Die heilige Salbung geschieht bei den vorgeschriebenen Gebeten ausnahmsweise ohne direkte Berührung, was grundsätzlich unabdingbare Voraussetzung für die Gültigkeit dieses Sakramentes wäre, diesmal nun nur mittelbar mit Einmalhandschuhen. Es hat Jesus, in dessen Auftrag das Sakrament gespendet wird, immer direkt die Kranken berührt und damit seelisch ganz gesundet, wie es alle Evangelien berichten. Das heilige Sakrament wird darum nur in dieser Notzeit auch ohne diese vorgeschriebene direkte Berührung immer ganz und gültig und vollkommen gespendet. Alle Hinscheidenden sind damit für die Ewigkeit vorerst bestens versorgt, soweit wir das von uns aus hier vermögen. Diese Dispens gewährt uns die Kirche gottlob während dieser Pandemie.

Hl. Kommunion als Wegzehrung: Die staatlichen Vorgaben genehmigen ausdrücklich die Begleitung Sterbender. Beim Reichen der Wegzehrung (= letzte hl. Kommunion in dieser Welt, bevor dann die letztgültige Gottesbegegnung bei jedem erfolgen wird) in privaten Wohnungen hat der Priester die komplette Schutzkleidung und Handschuhe, genügend Abstand zum Sterbenden und nach den vorgesehenen Gebeten die hl. Kommunion mit aller hygienischen Vorsicht in die Hand des/der Sterbenden zu legen, nicht in den Mund, sofern die letzten Kräfte des Scheidenden die Hinführung in seinen Mund dies noch ermöglichen.

Sterbebegleitung: Ein Besuch in einem Krankenhaus oder Altenheim oder Pflegeheim ist für den Priester immer möglich zur Sterbebegleitung.

Kirchliches Begräbnis: Für Bestattungen gelten allein die staatlichen Vorschriften. Danach darf bei Bestattungen nur ein Kreis von max. 50 Personen teilnehmen, diese Zahl ist seit 12. Mai neu. Die Personen halten einen Abstand von 1,5 m zueinander immer ein. Trauerfeiern in der Trauerhalle, die bisher verboten waren, sind seit einer Woche wieder zulässig, wenn die Türen geöffnet sind. Für das Requiem gelten die kirchlichen Vorgaben für die Feier der Messe.