Bittprozession nach Dechbetten muss auch heuer entfallen

Der alljährliche Bittgang nach Dechbetten, der immer am ersten der drei Bitttage vor Christi Himmelfahrt fällt (diesmal am Montag, 10. Mai), kann nach Rücksprache mit den Pfarreien St. Paul und St. Josef/Pentling, die ja auch mitgehen, auch in diesem Jahr nicht stattfinden, nicht nur, weil die Prozession wegen der Abstände völlig zerrissen wäre, auch deshalb, da die doch recht kleine Wallfahrtskirche Dechbetten nur wenige Sitzplätze enthält, dies wäre nur eine Handvoll Pilger aus je diesen drei Pfarreien. Diese definieren aber keine „Prozession“. Im kommenden Jahr wird die Lage sicher wieder besser werden. Es gibt auch die Zeit nach Corona.

Kartage - bitte sich jetzt anmelden

Für die Gottesdienste am Gründonnerstag um 20.00 Uhr, Karfreitag um 15.00 Uhr und zur Osternacht (Karsamstag) um 20.00 Uhr (=neu) müssen Sie sich bitte telefonisch ab sofort anmelden.

Es ist nach Aussprache und Diskussion im Pfarrgemeinderat nur eine Osternachtfeier vorgesehen. Wer dann in der hl. Osternachtfeier keinen Platz mehr findet, möge bitte die hl. Messen am Ostersonntag besuchen (8.30 Uhr, 10.00 Uhr, 11.00 Uhr und 19.00 Uhr und St. Theresia 10.00 Uhr).

Einzelheiten in der Osterrosette.

Neues vom Kindergartenbau

Gegenwärtig werden die Abbrucharbeiten der beiden erdgeschossigen Gebäude bzw. Anbauten an das Hauptgebäude Schmauskeller sowie der Garagenzeile begonnen. Anschließend müssen die archäologischen Untersuchungen auf den so frei gewordenen Grundstücksflächen weitergeführt und abgeschlossen werden.

Der Beginn der eigentlichen Tiefbauarbeiten (Bohrpfahlgründungen) mit Spatenstich könnte dann Anfang Juni 2021 erfolgen. Es wird dann zunächst der große Bierkeller in 10 m Tiefe gefüllt, schließlich soll unser neuer Kindergarten auf festem und sicherem Grund stehen.

Danke für die Mitfeier der beiden festlichen Pontifikalgottesdienste mit unserem Hwst. Herrn Bischof am Sonntag, 21. Februar 2021.

Zu einem solchen Jahrhundertjubiläum gehört ein langer Reigen von vielen Feierlichkeiten, Festen, Vorträgen, Ausstellungen und Konzerten. Auf so vieles müssen wir jetzt pandemiebedingt verzichten und auf später verschieben. Doch auf eines konnten wir nicht verzichten, eines lässt sich auch nicht verschieben, eines ist wesentlich für unser Jubiläum, das dürfen wir nicht streichen, denn das kommt zu allererst: Unser Lob und Dank an Gott, weil hier in St. Wolfgang Zigtausende von Gläubigen in diesen 100 Jahren ihre Heimat im Glauben gefunden haben und finden.

Mit diesem Dank an Gott haben wir dieses Festjahr nun feierlich eröffnet. Ob demnächst weitere Veranstaltungen möglich sein werden, man wird sehen. Großer Dank den vielen Ordnern, unserem PGR-Sprecher Andreas Jäger, Dank für den großartigen Kirchenschmuck, für die gelungene Kirchenmusik und Danke Ihnen allen für Ihr Mitbeten und Ihr Mitfeiern. Es war ein sehr feierlicher, würdiger Auftakt zu unserem Jahrhundertjubiläum.

Ihr Pfarrer Alois Möstl

Josefsjahr 2020 - 2021

Zum 150. Jahrestag der Erhebung des heiligen Josef zum Schutzpatron der Kirche im Jahr 1870 durch Pius IX. hat Papst Franziskus vom 8. Dezember 2020 bis zum 8. Dezember 2021 ein „Josefsjahr“ ausgerufen. Mit dem Blick auf den stillen und zurückhaltenden Josef erinnert der Heilige Vater an die vielen Helden des Alltags in dieser Coronakrise wie Pfleger in Krankenhäusern und Altenheimen oder Ehrenamtliche in der Nachbarschaftshilfe, die einfach ihres taten, um Menschen zu helfen und beizustehen, ohne dies an die große Glocke zu hängen. Gerade sie haben einen unschätzbaren Beitrag zur Überwindung der Krise geleistet. Hintergrund des päpstlichen Schreibens ist also die Covid-19 Pandemie: Diese habe verdeutlicht, welche Bedeutung gewöhnliche Menschen haben – all jene, die sich jenseits des Rampenlichts tagtäglich in Geduld üben und Hoffnung verleihen, indem sie Mitverantwortung säen.

Als Beschützer Jesu und Marias „ist es nur folgerichtig, dass der heilige Josef der Schutzpatron der Kirche ist“. In der heutigen Gesellschaft „scheinen Kinder oft vaterlos zu sein“, denn es fehlen Väter, die in der Lage sind, „das Kind an die Erfahrung des Lebens, an die Wirklichkeit heranzuführen“, ohne es festzuhalten, besitzen zu wollen, so der Heilige Vater. Josef hat sich nie selbst in den Mittelpunkt gestellt. Er verstand es, zur Seite zu treten und Maria und Jesus zur Mitte seines Lebens zu machen“.

Unsere Josefstatue in der Niederkirche schnitzte 1955 Bildhauer Hans Muth (1908–1974), der aus Regensburg stammte. Er schuf davor bereits 1950 die Grabplatte für Pfarrer Meister, sodann 1953 die Fatima-Figur gegenüber.

Misereor-Fastenaktion 2021

Misereor lädt mit der Fastenaktion zu einer Neuausrichtung unserer Lebensweise ein und stellt mit Bolivien heuer ein Land in den Mittelpunkt, von dessen indigenen Völkern wir lernen können: zum Beispiel, dass wir selbst – als Gemeinschaft – die Quelle unserer Kraft zur Veränderung sein können. Mit Ihrer Spende stärken Sie die Kraft dieser Gemeinschaft. Als Bewohnerinnen und Bewohner des „Gemeinsamen Hauses“ (Papst Franziskus, LS), als kirchliche Akteure, haben wir den Auftrag und die Fülle der Möglichkeiten, uns um dieses Haus zu kümmern und zu zeigen: Es geht! Anders!

Die Kirchenkollekte am 5. Fastensonntag ist für Misereor bestimmt.

Auszug aus dem Hirtenwort unseres Hwgst. Herrn Bischofs als Trostwort zur gegenwärtigen Pandemie-Lage

Bereits zum zweiten Mal wende ich mich an Sie unter den Bedingungen der Corona-Pandemie! Fast ein ganzes Jahr schon liegt die Bedrohung durch das Virus wie ein Schatten über unserem Leben. Allein in unserem Land sind mittlerweile 70.000 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion verstorben. Weltweit sind es zweieinhalb Millionen. Europaweit wird heute ihrer gedacht und für sie gebetet.

Aber nicht nur die Gefahr der Ansteckung und die Unberechenbarkeit der Krankheit machen uns zu schaffen, sondern auch die Folgen der Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen. Ganze Wirtschafts-zweige liegen darnieder mit unabsehbaren Folgen für viele Betriebe und Existenzen. Alte und kranke Menschen leiden unter den Kon-taktbeschränkungen. Vor allem aber die Kinder und Jugendlichen sind betroffen: Die Begegnung mit Gleichaltrigen im Kindergarten, in der Schule, im Verein, in der Gruppenstunde, bei Sport und Spiel ist lebenswichtig – und kann doch seit fast einem Jahr kaum oder nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen stattfinden. Psychologen rechnen mit enormen negativen Folgen.

Als Kirche sind wir in unseren verschiedenen Lebensräumen wie Familien, Pfarreien, Verbänden, Vereinen, caritativen Einrichtungen, Schulen und dergleichen von der Pandemie nicht mehr und nicht weniger betroffen als alle anderen gesellschaftlichen Gruppen auch. Die vom Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit ermöglicht es uns freilich, gemeinsam und öffentlich Eucharistie und andere Gottesdienstformen zu feiern. Damit können wir das kirchliche Leben in seinem Zentrum aufrechterhalten und den Trost des Glaubens sowie die Gebetsgemeinschaft erfahren. Dafür sind wir sehr dankbar. Die staatlich angeordneten Einschränkungen wie etwa das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung oder den Verzicht auf gemeinsames Singen nehmen wir in Kauf.

Von Herzen danke ich Ihnen für die Geduld und die Disziplin. Auch staatliche Stellen haben uns mehrfach attestiert: Von den Gottesdiensten der großen Kirchen ging und geht keine Gefahr aus. Dazu haben viele von Ihnen besonders beigetragen: vor allem im Ordnungs- oder besser „Begrüßungs“-Dienst, beim Reinigen und Desinfizieren der Bänke usw. Danke für allen Einsatz! „Wir lassen nichts ausfallen, wir lassen uns etwas einfallen.“ Das war und das bleibt vorerst unser Motto. Danke für allen Mehraufwand, danke für alle Solidarität und Rücksichtnahme in diesen Zeiten, in denen wir besonders sensibel füreinander da sein müssen.

Dennoch: Die Pandemie ist für uns alle eine enorme Herausforderung. Menschlich, gesellschaftlich, aber auch geistlich-religiös.

Manchmal überkommt mich ein tiefer Ärger über diese so belastende und auf den ersten Blick so sinnlos erscheinende Pandemie, die uns nun schon ein ganzes Jahr „geraubt“ hat und deren Ende noch immer nicht absehbar ist. Mit den Worten von Psalm 13 klage ich: „Wie lange noch, Herr, vergisst Du mich ganz? […] Wie lange noch muss ich Schmerzen ertragen in meiner Seele, in meinem Herzen Kummer Tag für Tag?“ (V. 2f.).

Fastenzeich(n)en

Von Dienstag 9. bis einschließlich Samstag 13. März begibt sich der Maler und Zeichner Tom Kristen in der St. Wolfgangkirche in Klausur, um dort zu zeichnen. Täglich von 8.00 bis 16.00 Uhr zeichnet der Künstler im Seitenschiff der Kirche an einem kleinen Holztisch sitzend und versucht eine zeichnerische Meditation, ein Experiment über das Entstehen, Vergehen, über Hoffnung und Zuversicht. Mit einfachsten Arbeitsmitteln werden in konzentrierter, kontemplativer Arbeit Pinselzeichnungen als verdichtete piktogrammartige Notationen in der Auseinandersetzung mit sich selbst, dem Gotteshaus und der gegenwärtigen Notwendigkeit zu Reduktion, Stille und Abgeschiedenheit entstehen.

Der Künstler im O-Ton: „Kreativität ist für mich manchmal auch ein Gebet, da der künstlerische Prozess im Kleinsten an den Schöpfungsmythos erinnert. Beginnend mit „Anfang“ und „Leer“ entsteht durch kreatives Handeln ein „Sehen“, aus erkunden wird gestalten und sinnstiften...daraus schöpfe ich schon immer einen Großteil meines Optimismus, Zuversicht, Hoffnung, Glück und vor allem auch ein Vertrauen in die Welt.“ Die Arbeiten werden am Samstag, 13.03. um 19.15 Uhr n St. Wolfgang vorgestellt und können dort bis zur Karwoche besichtigt werden.