Konzept für den neuen Kindergarten

In diesen Tagen finden Sondierungsgespräche statt, wie wir unserem neuen Kindergarten ein inneres Konzept, ein Leitwort, eine klare Aussagekraft verleihen können, denn wir wollen ja nicht nur ein Haus für Kinder hinstellen und damit wäre es getan. Dies wäre für einen katholischen Pfarrkindergarten zu dürftig.

Es geht darum, aus Vorschlägen ein Motto oder Motiv auszuwählen und dieses dann künstlerisch hochwertig und gleichzeitig kindgerecht umzusetzen. Dabei wird natürlich die Kindergartenleiterin Frau Lydia Müller mit ihrem Personal und der Elternbeirat mit einbezogen werden. Auch Vorschläge von auswärts nehmen wir gerne entgegen.

Hl. Messen im Johannesstift

Während im Bürgerheim schon seit Wochen wieder hl. Messen nur für die Heimbewohner gelesen werden, wollen wir nun ab Mitte September auch im Johannesstift vorsichtig damit beginnen, die Vorabendmesse samstags mit den Hausbewohnern zu feiern. Ob dann auch Gäste aus der Umgebung dazukommen können, wird man erst im September sagen können.

Neufassung der Hygieneregeln

Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung haben die neuen Coronaregeln der Bay. Staatsregierung besprochen, sie gelten ab sofort.Wir bitten sehr um Beachtung und um volles Verantwortungsbewusstsein aller. Der Virus ist noch immer unter uns und sogar nun auch noch durch eine neue Variante weitaus gefährlicher. Hier nurein Auszug daraus, für alle Regeln reicht der Platz nicht:

In unseren Kirchen: Ständiger Mundschutz FFP2, Desinfektion und 1,5 m Abstand gelten weiterhin verpflichtend. Befreit nur vom Abstand sind Genesene und vollständig Geimpfte. Kinder unter 6-Jahren sind wie bisher vom Mundschutz befreit, bis 16-Jahre reicht Community-Maske. Keine Maske tragen Lektoren, Chorsänger etc. bei der Ausübung Ihrer Tätigkeit.

Es gibt in der Wolfgangskirche ab sofort neue Sitzplatznummern, da der Abstand von bisher 2 m voneinander auf 1,5 m reduziert werden konnte, wie es die Regeln erlauben. In den Mittelschiffen gibt es dann in jeder 2. Reihe 3 Platzhalter, folglich hat die Pfarrkirche künftig 94 Platzbereiche. Singen mit Mundschutz ist wieder erlaubt, wir beginnen mit dem Singen behutsam. Bitte bringen Sie Ihr eigenes Gotteslob mit, da unsere in der Kirche aufliegende Gesangbücher aus Hygienegründen nicht hintereinander von verschiedenen Personen benutzt werden dürfen.

Für unsere Chöre gelten eigene Regeln. Auf die Anschaffung von automatischen Weihwasser-Apparaten, die dann an jeder Kirchentür stehen müssten, wird vorerst verzichtet, da diese mit den zwei Desinfektions-Apparaten leicht verwechselt werden könnten. Nehmen wir die Situation an, wie sie nun mal ist. Die 2-Haushalt-Regel für Ministranten gilt ab sofort nicht mehr, sie haben eine eigene Ordnung beim Ministrieren.

Neue Hygieneregeln beim Pfarrheim: Der Pfarrgemeinderat befürwortet eine Öffnung des Pfarrheimes, um das Gemeindeleben wieder anlaufen zu lassen. Zwar gibt es durchaus Bedenken, ob der Infektionsschutz gewährleistet werden kann, doch ist man sich einig,verstärkt auf die Eigenverantwortung und die Einhaltung desHygienekonzepts zu setzen. Gruppenstunden und Treffen sind wieder möglich bei vorgeschriebenem Abstand. Es ist jedoch immer eine eigene und extra Anmeldung im Pfarrbüro nötig, auch früher feststehende und wöchentliche Gruppenstunden müssen jedes Mal neu eigens angemeldet werden, weil unsere üblichen Jugendgruppenräume in der Coronazeit zu klein sind. Eine Kontaktdatenliste ist vom Verantwortlichen immer zuverlässig auszufüllen. Kleingruppenarbeit und Spiele sind unter Wahrung der Abstandsregeln möglich.Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, muss dieTeilnehmerzahl begrenzt werden oder es besteht Maskenpflicht oder man weicht in einem größeren Raum aus.

Regelmäßiges Durchlüften, Händedesinfektion (ausreichend Mittel stehen zur Verfügung) ist erforderlich.Sanitäre Anlagen dürfen nur einzeln benutzt werden. Der Hausmeister wird beauftragt, die Umsetzung des Hygienekonzepts zu kontrollieren.

Kein Teilnehmer, der in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet war oder Kontakt zu einem nachweislich Infizierten hatte, darf das Pfarrheim betreten. Es besteht eine "Ampelregelung" für die verschiedenen Veranstaltungen. Im Pfarrbüro erhalten Sie weitere Informationen.

Zeltlager sind möglich, es können 10 Personen aus 10 verschiedenen Haushalten zusammen sitzen und in einem Zelt übernachten, zuvor ist ein gültiger und aktueller PCR-Test für alle vorgeschrieben.Im Zeltlager selbst muss eine (ggfs. tägliche) Teststation (Schnelltests) errichtet werden. Sollte ein Test positiv ausfallen, ist das ganzeLager sofort abzubrechen und die Teilnehmer müssen sich nachden allgemeinen Bestimmungen in Quarantäne begeben. Ein Zeltlager ist außerdem nur möglich, wenn die Inzidenz unter 50 bleibt. Das Gleiche gilt für Aufenthalte im Freizeitheim Lindach: Türklinken, Lichtschalter, Tische, Arbeitsflächen sowie zur Verfügung gestellte Geräte sind nach dem Gebrauch zu desinfizieren (Desinfektionsmittelsind vor Ort). Besuche durch weitere Personen von auswärts sind strengstens untersagt. Zuwiderhandlung führt zum Platzverweis.

Alle diese Bestimmungen ändern sich jedoch sogleich wieder, wenndie Inzidenz ansteigt.

Der Monat Juni ist dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht.

Darum steht auch eine Herz-Jesu-Figur im Altarraum unserer Pfarrkirche. Wir leben in einer Zeit, die ihren Glauben zu verlieren droht. Alles wird rationalisiert und gemessen. Geistige Werte sind weniger gefragt. Sogar der Glaube wird nur mehr nach seinem Nutzen für mich beurteilt. Darum ist die Bezeichnung Herz Jesu besonders notwendig. Sie ist wie eine Kurzformel: Gott liebt mich! Mögen sich die Kunstgeschmäcker ändern. Das Symbol des Herzens bleibt immer verstehbar.

Impulse zur Herz-Jesu-Verehrung kamen insbesondere von der Ordensschwester Margareta Maria Alacoque aus Frankreich vor 400 Jahren. Damals kam als Gegenbewegung zu Martin Luther die fatale Irrlehre des Jansenismus auf, nach der Gott alle unsere Vaterunser und Gebetchen penibel zusammenzähle. Die hl. Margareta Alacoque hatte daraufhin die Vision des Herzens Jesu als himmlische Antwort auf dieses falsche Gottesbild eines göttlichen Aufpassers: Gott ist kein Kontrolleur, sondern pure Liebe.

Neupriester kommt

Kaplan Ramon Rodriguez übernimmt bei uns die Seelsorge vom 23. bis 31. August. Sie können ihn also in dieser Zeit hier antreffen. Seine erste Kaplansstelle ab 1. September ist Tirschenreuth. Gottes Segen für die Zukunft!

Anmeldungen für Erstkommunion und Firmung

Für die Erstkommunion (3. Klasse) und die Firmung (5. und 6. Klasse) im nächsten Jahr 2022 werden in diesen Tagen die Einladungen und Anmeldungen verschickt. Die Familien, die neu zugezogen sind oder den Brief nicht erhalten, bitten wir, sich direkt im Pfarrbüro zumelden.

Jubiläumsjahr 2021

Wenn schon in dieser ersten Jahreshälfte (außer der Festmessedes H. H. Bischofs am 21. Februar 2021) kaum eine Veranstaltung erlaubt und möglich war, soll nach dem Wunsch der Kirchenverwaltungund gemäß der PGR-Sitzung vom 16. Juni zum Jubiläum ein kombiniertes Werk entstehen, das den modernen und traditionellen Anforderungen im Interesse aller Generationen der Gemeinde entspricht.

Dieses Werk besteht einerseits aus einer Jubiläumsfestschrift und andererseits aus einer virtuellen, interaktiven Würdigung des 100-jährigen Bestehens unserer Pfarrgemeinde St. Wolfgang auf unserer Homepage. Hierfür ist jedoch die Neugestaltung unserer Homepage erforderlich. Ende des Jubeljahres, etwa zum Helferabendim November, könnte zusätzlich zum feinen Dankessen bereits diese Festschrift an alle unsere Ehrenamtlichen als großes Dankeschön überreicht werden.

Nachruf für Architekt Gottfried Böhm: Er holte den Himmel auf die Erde

Der Kölner Architekt Prof. Gottfried Böhm starb am 9. Juni 2021 im biblischen Alter von 101 Jahren. Böhm wurde durch spektakuläre Kirchenbauten wie den Mariendom in Neviges bei Düsseldorf berühmt, dieser wurde damals sogar auf einer Briefmarke verewigt. G. Böhm galt als einer der gefragtesten Architekten unserer Zeit.

Böhm hat fast nur in Deutschland gebaut, aber er wurde international wahrgenommen. So erhielt er 1986 als erster Deutscher den Pritzkerpreis, der als die weltweit wichtigste Architekturauszeichnung gilt, eine Art Nobelpreis der Architektur.

Seinen Vater Dominikus Böhm ernannte damals Oberbürgermeister Konrad Adenauer 1926 zum Leiter der Kölner Werkschulen. 1938 – 1940 erbaute dieser sein Vater Dominikus bekanntlich unsere Wolfgangskirche.

Sein Sohn Prof. Gottfried Böhm schmückte daraufhin den grandiosen Kirchenbau seines Vaters mit vier Werken aus: die große Wolfgangsfigur am Kirchpatz, sodann die zwei Petrusfenster von 1948 in der Bußkapelle. Es sind die beiden inneren der vier Fenster links und stellen den tränenden Hahn und den Petrusschlüssel dar. Sodann die kostbare Bronzefigur Petrus in der Reue.

Als dann unser Pfarrheim vom Architekt Prof. Peter Böhm erstellt wurde (1996-1998) - er war der Sohn von Gottfried - kam dieser mehrmals mit seinem Vater Gottfried hierher. Dabei erwähnte er auch, dass er 1993 Bundeskanzler Kohl eine Glaskuppel auf dem Reichstagsgebäude in Berlin vorgeschlagen hatte, Skizzen trug er bei sich. Stararchitekt Sir Norman Foster erhielt jedoch 1999 den Auftrag dazu. Peter Böhm war der Architekt unseres Pfarrheims, doch hat sein Vater Gottfried seine Ideen begleitet und viele Impulse eingebracht. Die Lage und Ausrichtung unseres Pfarrheims ist konzentrisch zur Kirche wie selten. Dieser sein Vorschlag damals beim Architektenwettbewerb übertraf alle Mitbewerber, obgleich Grundstücksteile damals gar nicht der Pfarrei gehörten und später erst mühsam abgerungen werden mussten, doch Gottfried Böhm bestand darauf, nur so dürfe ein Pfarrheim verwirklicht werden. Auch die 12 Pfeiler, die an das Römerkastell erinnern und dem Ganzen einen sakralen, tempelhaften Charakter verleihen oder das Problem der Fassadengestaltung zur sehr nahen Kirchenwand: immer sprach Gottfried Böhm mit. Bei der Fassade angedacht war zunächst eine reiche, vielleicht etwas zu unruhig wirkende Gliederung mit etlichen vorspringenden Erkern ähnlich der Altstadthäuser Regensburgs. Gottfried Böhm brachte jedoch seinen Vorschlag einer äußerst klaren und klassischen Fassade ein, die sich mit über 70 (!) Fenstern von gewaltigem bis hin zum kleinsten Fenstermaß in einer unüberbietbaren Weise zur Kirchenwand hin öffnet. Alle unsere Versammlungen im Pfarrheim sind damit für immer mit der Pfarrkirche auch optisch verbunden. Eine bessere Grundidee könnte ein Pfarrheim nicht haben. Noch viele weitere Details, die zweifelsohne auf das Zusammenwirken Vater und Sohn zurückgehen, könnten hier genannt werden. Auch im Mariendom Neviges schuf Gottfried eine ähnlich aufregende und doch harmonische Fassade, dies war ja sein Markenzeichen. Man findet diese seine souveräne Wandbeherrschung übrigens auch an der großzügig geschwungenen Linienführung bei seiner bekannten Zentralmoschee in Köln: es ist seine vollkommene Regie über Glas und hellem Stein, die er wie kein Zweiter beherrschte.

Unsere letzte Begegnung mit Prof. Gottfried Böhm geschah am 12. Mai 2017, als wir seinen Sohn Prof. Peter Böhm mit einem Bus Interessierter in Köln/Marienburg (Köln-Süd) in der Kirche Maria Königin besuchten. Sein Vater Gottfried ließ es sich nicht nehmen dazuzukommen, um uns wiederzusehen, obwohl er mit 97 schon auf den Rollstuhl angewiesen war. Wir überreichten ihm damals ein vergoldetes Bronzemodell unserer Kirchenanlage als Brief­beschwerer.
Der nun Verstorbene war ein tiefgläubiger Mensch, er war auch ein leiser, bescheidener Mensch. Der heutigen Architektenglitzerwelt, in der sich jeder anpreisen und wortreich erklären muss, könnte er Vorbild sein. Wir als Pfarrgemeinde wollen ihm ein stetes Gebetsgedenken in großer Dankbarkeit bewahren. R.I.P.