Die Sonntagsbotschaft vom 19.09.2021

Wir wollen "topp" sein, und dann dies: „Wer der Erste sein will, soll der Letzte sein und der Diener aller.“ Pfarrvikar Andreas Reber legt in seiner Predigt zum Nachhören das Evangelium vom Sonntag aus und den Finger in so manche Wunde.

 

Die Sonntagsbotschaft
Jesus fragt die Jünger, für wen sie ihn halten (Lesungstexte vom Sonntag). Dabei hatten die Jünger schon einiges mit Jesus erlebt. Und wir? Was halten wir von ihm?

Hören Sie die Predigt vom Sonntag (12.09.2021) von Pfarrvikar Martin Seiberl noch einmal nach: Link zum Download

Gebet zum Pfarrei-Jubiläum

Am 13. September 1921 wurde die Pfarrei St. Wolfgang gegründet. Deswegen beten wir in den Heiligen Messen am 12. und 13.09. folgendes Gebet, das man auch zuhause beten kann:

Herr Jesus Christus, du hast deine Jünger in alle Städte und Ortschaften ausgesandt, in die du selbst gehen wolltest. Wir danken dir für 100 Jahre Pfarrei St. Wolfgang, für die Seelsorger, für die vielen Frauen und Männer, die durch diese Zeit den Glauben durch tätige Nächstenliebe bezeugt und durch ihr Wort verkündet haben. Wir danken dir für den heiligen Wolfgang, durch den du uns ein Vorbild im Glauben, einen Heiligen der Nächstenliebe und einen starken Fürsprecher geschenkt hast.

Wir bitten dich:

Segne unsere Pfarrei, ziehe durch unsere Strassen, trete ein in unsere Häuser, bewege unsere Herzen, offenbare allen Deine Liebe.

Festige die Liebe und den Glauben in den Familien. Lass unsere Kinder und Jugendlichen Deine Nähe und Hilfe erfahren, damit unser Glaube Zukunft hat.

Schenke Licht den Zweifelnden, ermutige die Mutlosen, tröste die Trauernden, heile die Kranken.

Wir bitten Dich, zeige Dich denen, die Dich nicht kennen, rufe die Fernstehenden, hole die Verlorenen zurück, rüttle die Gleichgültigen auf, bestärke die Gläubigen.

Erfülle uns mit den Gaben des Heiligen Geistes. Zeige uns den rechten Weg, den wir gehen sollen. Mache uns zu Jüngern, zu Frauen und Männern, die auf dich vertrauen und auf Dein Wort hin Deine Liebe bezeugen.

Heilige Maria, bitte für uns.
Heiliger Wolfgang, bitte für uns.
Heilige Theresia, bitte für uns.
Heiliger Vitus, bitte für uns.
Alle Heiligen Gottes, bittet für uns.
Amen.

(MF)

 

Liebe Schwestern und Brüder,

seit 01.09.2021 bin ich bei Ihnen in der Pfarrei St. Wolfgang als neuer Pfarrvikar angewiesen. Daher darf ich mich Ihnen kurz vorstellen: Ich heiße Martin Seiberl, bin 32 Jahre alt und komme aus dem nahegelegenen Hemau. Nach meinem Schulabschluss habe ich zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert, bevor ich in das Priesterseminar in Regensburg eingetreten bin. Nach einem Vorbereitungsjahr in Passau studierte ich von 2012 bis 1017 katholische Theologie an der Universität Regensburg, davon ein Jahr in Jerusalem. Martin 10 preview
Nach dem Abschluss des Magisterstudiums wechselte ich in die Pfarrei St. Georg in Amberg, in der ich als Praktikant und dann als Diakon erste Erfahrungen in der Pastoral sammeln konnte. Im Sommer 2018 wurde ich zum Priester geweiht und trat im Herbst 2018 meine erste Kaplansstelle in der Pfarrei St. Pankratius in Roding an. Dort verbrachte ich drei prägende und schöne Jahre, die mein Hineinwachsen in die priesterliche Lebens- und Arbeitsweise begleiteten. Die kommenden Jahre werden hauptsächlich von einem akademischen Projekt bestimmt sein, das ich von St. Wolfgang aus verfolgen kann. An der theologischen Fakultät der Universität Regensburg darf ich mich um eine Promotion im Fachbereich des Alten Testaments bemühen. Dabei gehe ich der Frage nach, wie im Buch Kohelet, das zur Weisheitsliteratur gezählt wird, von, bzw. über Gott gesprochen wird. Ich hoffe, dass mir die Pfarrei St. Wolfgang in dieser Zeit zum heimatlichen Boden wird und ich Sie auf ihrem Glaubensweg, als Priester und Theologe, seelsorglich begleiten darf. Wir alle haben im christlichen Glauben den gemeinsamen Deutehorizont unseres Lebens gefunden. Wachsen wir darin an- und miteinander.

Herzliche Grüße,

Ihr Martin Seiberl, Pfarrvikar

 

Neue Corona-Regeln (Teil 1) - neuer Ansporn

Durch die neuen staatlichen Regelungen ergibt sich laut Mail von Generalvikar Dr. Roland Batz für unsere Gottesdienste ab sofort:

  • Es besteht Maskenpflicht nur noch bei Bewegungen im Kirchenraum (Gang zum und vom Platz, Gang zur Kommunion, usw.). Am Platz (Steh- oder Sitzplatz) kann die Maske abgenommen werden. Auch der Gesang am Platz ist ohne Maske möglich.
  • Wenn eine Maske getragen werden muss, genügt eine OP-Maske. Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind ohnehin von der Maske befreit.

Weitere Regeln betreffen die Gruppenarbeit, Veranstaltungen, usw. Wie diese Regeln in der Pfarrei umgesetzt werden können, werden wir in der PGR-Sitzung am 20. September klären und Sie dann hier wieder informieren. Die staatliche Verordnung ist hier zu finden, häufig gestellte Fragen werden hier beantwortet.

Diese Erleichterungen können für alle ein Ansporn sein, auf Menschen zuzugehen, die wegen der Maske die Messe nicht besucht haben. Auch der Gesang wird ohne Maske wesentlich erleichtert und die Messe als gesungener Lobpreis Gottes viel schöner erfahrbar. (MF)


Die Sonntagsbotschaft

Jesus heilt einen Gehörlosen (Lesungstexte vom Sonntag). Was hat das mit uns zu tun? Was sagt Papst Franziskus dazu? Und haben Sie schon einmal mit einem Gehörlosen geredet?

Hören Sie die Predigt vom Sonntag (05.09.2021) von Pfarrer Michael Fuchs noch einmal nach: Link zum Download

 

Liebe Schwestern und Brüder von St. Wolfgang,

ganz herzlich grüße ich Sie als neuer Pfarrer.

Schon im Vorfeld durfte ich einige sehr freundliche und engagierte Gläubige der Pfarrei kennenlernen. Sie und vor allem mein Vorgänger Prälat Alois Möstl haben mir die Vorbereitung leicht gemacht und ich danke ihnen dafür sehr, besonders auch jenen, die im August mit großem Einsatz das Pfarrhaus hergerichtet haben. Am 1. September konnte ich mit meiner Haushälterin Kerstin Lermer einziehen und mich schon ein wenig orientieren. Auch Pfarrvikar Martin Seiberl ist schon im Haus.

Nun freue ich mich auf die große Aufgabe, zusammen mit Ihnen und dem heiligen Wolfgang Ohren und Herzen aufzumachen auf den hin, der uns berufen hat und täglich neu ruft. Vor der Pfarrkirche lädt uns ja der Patron mit großen Ohren zu diesem Hinhören ein.

Nach ersten Gesprächen und mit Blick auf die Fakten habe ich den Eindruck: Unsere Pfarrei steht nach 100 Jahren - am 13. September ist Jubiläum - vor zwei gewaltigen Herausforderungen: gegen Ende von "Corona" offensiv denen nachzugehen, die sich irgendwie verlaufen haben, aus welchen Gründen auch immer; und wie wir jene Vielen in unserem Stadtteil erreichen können, die nicht da sind - nicht mehr, noch nicht, oder noch nie da waren - und sie zu Christus, zur Quelle des Lebens, führen können.

Papst Franziskus hat diese "missionarische Pastoral" einmal so beschrieben: "Ich träume von einer missionarischen Entscheidung, die fähig ist, alles zu verwandeln, damit die Gewohnheiten, die Stile, die Zeitpläne, der Sprachgebrauch und jede kirchliche Struktur ein Kanal werden, der mehr der Evangelisierung der heutigen Welt als der Selbstbewahrung dient." (Evangelii Gaudium, Nr. 27) Für diese Entscheidung und für diesen Blick auf die, die nicht da sind, möchte ich werben, damit "unser Glaube Zukunft hat" (vgl. Jubiläumsmotto der Pfarrei).

Gleichzeitig bitte ich um Nachsicht: Vieles ist neu für mich und viele Menschen sind es ebenso. Sehen Sie es mir nach, wenn ich wiederholt nach Namen frage oder Zusammenhänge nicht gleich herstellen kann.

Und ich bitte Sie um Ihr Gebet und verspreche Ihnen gleichzeitig meines, dass uns der Gute Hirt auf grüne Weide führe und wir gemeinsam in Seinem Dienst wachsen können.

Herzlichst

Michael Fuchs

Pfarrer

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