Hochgrab

In der Brust der steinernen Liegefigur ist eine Reliquie des heiligen Wolfgang geborgen. Er trägt jugendliche Gesichtszüge im Christusalter, ist lebend und mit fürstbischöflichem Ornat dargestellt und hat sich mit dem Finger seine Lieblingsstelle in der Hl. Schrift eingemerkt. Wolfgang wirkte 22 Jahre lang als Bischof von Regensburg, gründete das Bistum Prag und starb 70-jährig am 31. Oktober 994.

Aufruf zur Heiligkeit

In die Brust der steinernen Hochrelieffigur ist eine Glaskapsel mit einer Reliquie Wolfgangs eingefügt. Die bedeutet: Hier ist ein Ort der Erinnerung, an dem die Nähe, Anwesenheit und Fürbitte Wolfgangs spürbar wird. Er war einer von uns. Auch wir sind zur Heiligkeit berufen.

Ihr seid von Gott geliebt,
seid Seine auserwählten Heiligen.
Darum bekleidet euch
mit aufrichtigem Erbarmen,
mit Güte, Demut, Milde, Geduld!
In eurem Herzen
herrsche der Friede Christi.
Unsere Berufung, Kol 3, 12-15
 

  • wolfgangshochgrab

Reliquie

 Wie wir die Gräber unserer Verstorbenen besuchen, soll unser Wolfgangshochgrab ein Ort der Erinnerung sein, an dem die Gläubigen die Nähe und Fürbitte unseres Pfarrpatrons besonders verspüren.

Das Grab des Pfarr- und Bistumspatrons befindet sich in St. Emmeram. Einen kleinen Teil seiner Reliquien birgt auch das Hochgrab unserer Pfarrkirche. Sie wurden 2004 neu in das gepanzerte Schauglas an jener Stelle eingefügt, wo das Herz des Heiligen schlägt.

Die sterblichen Überreste des hl. Wolfgang sind in einer goldenen Pyxis verschlossen und auf ein purpurrotes Samtkissen gebettet, umgeben von einer kostbaren Klosterarbeit aus Gold- und Silberfäden, geziert mit zwölf Smaragden und vierzig weißen Perlen. Im Schauglas ist die lateinische Inschrift eingraviert: Sp (sepulcrum) S (sancti) Wolfgangi ep (episcopus) Grab des heiligen Bischof Wolfgang.

  • wolfgangsreliquiar

Wolfgangsbild

Es handelt sich um eines der bekanntesten Wolfgangsbildnisse der Diözese. Bekanntlich hat Bischof Wolfgang die Kinder des Bayernherzogs Heinrich der Zänker unterrichtet, die auf der Burg in Bad Abbach lebten und deshalb wohl oft den Weg auf der heutigen Augsburger Straße nach Regensburg hinein nehmen mussten.

Wolfgang unterrichtet einen aufmerksamen Knaben, den künftigen Kaiser Heinrich II. von Bamberg, der Heilige. Das langgelockte Haupt des herzoglichen Prinzen umgibt ein dünner Goldkreis. Heinrich sitzt auf einem Lehnstuhl, den linken Arm aufgestützt und das Kinn haltend, seine rechte Hand umfasst einen großen Folianten.

Wolfgang, im Gewand der Benediktiner dargestellt, hat seine Rechte mit belehrendem Charakter erhoben. Mit der anderen Hand berührt er ein Buch, zu Füßen des Pultes ein mächtiger Codex mit zwei Schließen. Hinter Wolfgang lehnt sein Bischofsstab, unter dem offenen Bogen liegen Bücher, Schriftrollen und die Mitra.

Martin Ritter von Feuerstein schuf das qualitätsvolle Ölbild 1917 im Stil der Historienmalerei. Es wird in der Sakristei aufbewahrt. Von Feuerstein schuf auch das Altarbild in St. Theresia.

Wohl dem, der nicht
dem Rat der Frevler folgt,
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern Freude hat
an der Weisung des Herrn.
Aufgesang des Psalters, Ps 1, 1-2

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Barocke Wolfgangsfigur

Bischof Wolfgang trägt bei dieser Barockfigur ein Kirchenmodell.

Er reformierte das Klosterleben und gründete Gotteshäuser, so auch die Kirche in St. Wolfgang im Salzkammergut am gleichnamigen See. Dorthin zog er sich des Öfteren zurück.

Wisst ihr nicht,
dass ihr Gottes Tempel seid
und der Heilige Geist
in euch wohnt?
Die Gemeinde Jesu, 1 Kor 3,16

Zu seinem tausendsten Todesjahr 1994 erschien eine Briefmarke.

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