St. Wolfgang

Siemannorgel bis 2017Die Wolfgangskirche beherbergt eine der interessantesten Orgeln des Bistums: Willibald Siemann schuf 1940-1944 die große Orgel mit 45 Registern auf der Westempore, wobei er fest an den romantischen Prinzipien festhielt und nur weniger zu jener Zeit der Orgelreform typische Register einplante. Nach der Beschädigung von Kirche und Orgel während eines Fliegerangriffes am 28. Dezember 1944 wurde das Instrument 1948 durch den Orgelbauer Michael Weise mit einigen Veränderungen wieder auf-gebaut. Den mächtigen Contrabass 32´ im Prospekt mit den imposanten zehn Metern messenden Holzpfeifen fügte Weise auf Wunsch Stadtpfarrer Lachers hinzu: „Ich hätte gerne einen wuchtigeren Prospekt wie der alte war. Er wirkte kleinlich.“ [Pfarrarchiv Brief Lacher 01.02.1947]
(Siemannorgel 2017, Aufnahme T.Engler)

Allein durch ihre Ausmaße von 12,5m in der Breite und ca. 15m Gesamthöhe ist sie eine der größten im Bistum; zudem ist unsere Siemannorgel die größte erhaltene Orgel aus der Werkstatt Siemanns. Neben der recht dunklen und somit warmen Klangkraft im vollen Werk besticht das Instrument durch die mannigfaltigen Einzelfarben und die Möglichkeit fast das komplette Spektrum der Orgelmusik abzudecken.

Regensburg Sankt Wolfgangkirche 31961 wurde zur besseren Begleitung der Gottesdienstgemeinde und zur Füllung des Raumes über dem großen Portal vom Orgelbauer Meier ein weiteres Orgelwerk mit neun Registern errichtet; bereits 1948 wurde es gewünscht, aber auf Grund knapper Geldmittel nicht ausgeführt. Dieses Instrument folgte, im Gegensatz zu den spätromantischen Klängen der Siemannorgel, dem sog. „neobarocken“ Klangstil als Ideal der Nachkriegszeit.

(Chororgel Ende 2017, Aufnahme T.Engler) 

Mit dem Umbau 1985 wurden beide Instrumente vor dem Exitus bewahrt, der inzwischen fehlerhafte originale Spieltisch gegen einen neuen viermanualigen ausgetauscht und innerhalb der Orgeln weitere aus heutiger Sicht nachteilige Veränderungen vorgenommen. 2018 erfolgt durch die in Leonberg ansässige Orgelbaufirma Mühleisen eine grundlegende Sanierung der Gesamtorgelanlage. Neben der technischen Überarbeitung werden auch die Meierorgel klanglich an die Siemannorgel angepasst und innerhalb der Siemannorgel viele klangliche Veränderungen rückgängig gemacht.
Nach Abschluss der Arbeiten wird die Orgelanlage diese Disposition haben:


Hauptwerk Positiv Schwellwerk Pedal Hauptorgel
Bourdon 16´ Viola di Gamba 8´ Quintatön 16´ Contrabass 32´
Weitprincipal 8´ Singend Gedackt 8´ Hornprincipal 8´ Principalbass 16´
Hohlflöte 8´ Rohrflöte 8´ Fernflöte 8´ Subbass 16´
Gemshorn 8´ Geigenprincipal 4´ Salicional 8´ Zartbass 16´
Dulciana 8´ Querflöte 4´ Unda Maris 8´ Octavbass 8´
Octave 4´ Octavin 2´ It. Principal 4´ Gedacktbass 8´
Nachthorn 4´ Sesquialter 2f. 2 2/3´ + Blockflöte 4´ Jubalflöte 4´
Quinte 2 2/3´ Scharff 3fach 1´ Nasat 2 2/3´ Rauschpfeife 3f. 2 2/3´
Octave 2´ Krummhorn 8´ Feldflöte 2´ Posaune 16´
Cornet 3-5f. 8´ * Terz 1 3/5´ Trompete 8´
Mixtur 5f. 1 1/3´ Sifflöte 1 1/3´  Clairon 4´
Trompete 8´ Chororgel A/B Kleinoctave 1´
Clairon 4´ Praestant 8´ Echomixtur 4f. 2´ Pedal Chororgel
Gambe 8´ Rankett 16´ Untersatz 32´
- Steuersystem "Sinua  Rohrgedackt 8´ Dt. Oboe 8´ Subbass 16´
Castellan"
Octave 4´ Tremulant Principal 8´
- elektr. Spiel- und  Kleingedackt 4´ Gambe 8´
Registertraktur Quinte 2 2/3´ Rohrgedackt 8´
- elektro-pneumatische  Gemshorn 2´ Choralbass 4´
Kegelladen

Weitere Instrumente befinden sich in der Krypta (Harmonium), Pfarrheim (Flügel im großen Wolfgangssaal und Klavier im Probenraum), dazu ein transportables E-Piano.

Instrumente in St. Theresia

Orgel theresiaIn der Theresienkirche befindet sich op. 119 der Orgelbau Firma "Binder und Siemann" - aus jener wurde später "Willibald Siemann und Co." - aus dem jahre 1902. Ursprünglich ganz der romantischen Klangsprache mit vielen warmen und tragenden Grundstimmen versehen, wurde das Instrument nach dem Krieg und 1981 von u.a. dem Orgelbauer Hirnschrodt umgebaut und erweitert. Der Spieltisch befindet sich zentral zwischen den beiden Gehäusen mit Blickrichtung Altar(Aufnahme T.Engler 2017)

Das auf pneumatischen Kegelladen stehende Instrument hat heute diese Disposition:
Hauptwerk (rechts)    Schwellwerk (links)    Pedal (links)
Bourdon 16´ Geigenprincipal 8´ Violonbass 16´
Principal 8´ Quintatön 8´ Subbass 16´
Gamba 8´ Rohrflöte 4´ Bourdon 16´
Gedackt 8´ Flautino 2´ Octavbass 8´
Salicional 8´ Krummhorn 8´ Choralbass 4´
Octav 4´ Tremulant Quintbass 2-3fach 
Koppelflöte 4´
Superoctav 2´
Mixtur 4fach

Instrumente in St. Vitus

Orgel Vitus
Die Karthäuserkirche St. Vitus birgt seit 1997 ein Instrument der Firma EisenbarthPassau. Unter Supervision des damaligen Orgelsachverständigen Professor Norbert Düchtel entstand ein Kleinod, dass sich trotz der schwierigen Raumverhältnisse perfekt in den Raum integriert und mit seiner barocken Klangsprache sowohl Zuhörer wie Organisten verzaubert. 

Einen besonderen Reiz stellt die historische Stimmung nach Kellner (einem Zeitgenossen Johann Sebastian Bachs) dar, die den verschiedenen Tonarten ihren ganz speziellen Glanz verleiht, welcher er bei der Musik des Barock als Stilelement zur Erzeugung und Transport verschiedener Affekte und musikalischer Emotionen wichtig ist. Kunstvoll erheben sich die beiden Pfeifentürme links und rechts des mechanischen Spieltisches mit ihren klingenden Prospektpfeifen an je drei Seiten und nehmen so die Gliederung der Kirche und der - teilweise leider unwieder-bringlich verlorenen - Bilder auf.

(Aufnahme T.Engler 2017)

Das Instrument besitzt folgende Disposition:
I.Man. Hauptwerk     II.Man. Schwellwerk        Pedal
Principal 8' Hohlflöte 8' Subbass 16'
Gedackt 8' Salicional 8' Octavbass 8'
Octave 4' Vox coelestis 8' Bordun 8'
Traversflöte 4' Principal 4' Choralbass  4'
Sesquialtera 2f. 2 2/3'      Blockflöte 2' Posaune 16'
Superoctave 2' Quinte 1 1/3'   
Mixtur 4f. 1 1/3' Mixtur 3-4f. 2'
Trompete 8' Oboe 8'
Tremulant Tremulant

Orgelpfeifen suchen Paten

FB IMG 1512712991318Unter dem Motto "Hast du Töne? - Stifte Musik!" läuft seit Mai 2015 unsere Aktion Orgelpatenschaften. Hierbei handelt es sich um die ideelle Übernahme einer Patenschafte für eine der ca. 3800 Orgelpfeifen aus verschiedenen Hölzern und Metalllegierungen, mit einer Größe von bis zu 12m und einem Gewicht bis zu 300kg. Mit dieser einmaligen Zahlung pro Patenschaft unterstützen Sie den Erhalt dieses wichtigen klingenden Denkmals - seit 2018 sogar Weltkulturerbe!

Bis zum 01.05.18 wurden 201 Zertifikate im Wert von 30.295€ ausgestellt, darunter auch für die 36 größten Orgelpfeifen wie die monumentalen hölzernen Prospektpfeifen. Es warten noch über 3000 Orgelpfeifen auf einen Paten - kleine für 10€ wie auch große bis zu 100€! Hier können Sie ein Formular herunterladen, dass Sie bei der Übernahme einer oder mehrerer Patenschaften bitte ausgefüllt und unterschrieben an die dort angegebene Adresse schicken. Die gesamte Spendensumme beläuft sich zum 01.05.2018 auf 48.558€; es fehlen also nur noch 156.442€ - helfen Sie mit!